Zweifelfelser Zufriedenheit

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Amtszimmer der waldsteiner Landrichterin, Gut Grafenruh, 28. Ingerimm 1035:

Yalagunde von Zweifelfels saß gerade über einem Dossier über die neuerlichen Unruhen in Leihenbutt als es an der schweren Eichentür klopfte und ihr Neffe und Adjutant Leomir von Zweifelfels eintrat.

„Tante, den 12en zum Gruße, hier ist der Bericht von Nartara über die Ereignisse beim Großen Kabinett“. Er rechte der Landrichterin den Brief mit gebrochenem Sigel, den Yalagunde umgehend überflog.

„So so, wir haben einen neuen Staatsrat, nunmehr wieder Cantzler geheißen. Gut, dass wir den Schroeckh endlich los sind, mit Horulf von Luring haben wir einen mehr als würdigen Nachfolger für dieses ehrenvolle Amt“. Die gealterte Dame wirkte zufrieden. „Ach, der Adel hat sich für den Greifenfurter als Marschall ausgesprochen, der Streitzig wird nur sein Stellvertreter – gute Wahl, so bleiben die waldsteiner Interessen gewahrt, ohne dem Usenrieder dabei zu viel Ehre zukommen zu lassen.“

„Wie man sagt, hat sich sogar Leomar für den Streitzig ausgesprochen.“ Leomir klang erstaunt.

„Ich habe deinen Bruder unterschätzt, sein unbeugsamer Wille zur Macht, gepaart mit seinem ausgeprägten waldsteiner Patriotismus haben ihn tatsächlich seinen ärgsten Feind unterstützen lassen. Hochachtung! Ich dachte er wäre nur nach Auenwacht gereist um sich mit Spiel und Wein zu vergnügen, so wie er es in Havena getan hat. Er hat also tatsächlich aus seinen Fehlern in der Vergangenheit gelernt. Was haben wir im Gegenzug von den Streitzigs bekommen?“

„Wie es scheint, hat der tannwirker Vogt vermittelt und unserer Familie ist der Oberbefehl über die gräfliche Garde zugesichert worden, unabhängig vom Ausgang der Wahl.“

„Sehr gut, das wäre doch ein guter Posten für Lorinte, sie bringt genügend Erfahrung mit. Es wurde aber auch Zeit den ollen Treuenbrück endlich über die Raller zu jagen, ein Kaisermärker als Hauptmann der gräflichen Garde, größer konnte der Uslenrieder uns Waldsteiner nicht demütigen.“ Yalagunde haute verärgert mit der Faust auf den Tisch.

„Der Ausbau des Elfenpfades wurde auch mit großer Mehrheit beschlossen, was besonders die Osenbrücker und Raulbart freuen dürfte. Es steht nur noch die Bestätigung der Kaiserin aus. Bemerkenswerter ist aber, dass Leomar die Barone von Zweiflingen, Tannwirk, Osenbrück und Leihenbutt an einen Tisch gebracht hat. Laut Nartara ging es um ein gemeinsames Vorgehen gegen die Unruhestifter in Leihenbutt, die ja nun auch zunehmend Tannwirk und Zweiflingen bedrohen.“

„Hm, wenn sich daraus ein festes Bündnis schmieden ließe, würde sich das Machtgefüge in der Grafschaft deutlich verschieben ...“ Die Landrichterin dachte einen Augenblick lang nach, um sich dann selbst aus ihren Gedanke zu reißen. „Aber wir werden sehen was der raus erwachsen wird.“

„Es wurde auch im Namen Travias verhandelt. Gerion wird nach Perricum verheiratet werden und wie es aussieht, hat Leomar ihm dort auch gleich einen Posten im perricumer Heer verschafft. Eigentlich wollte die weißbaruner Baronin ihre Tochter gleich mit Leomar verheiraten. Er kam aus der Sache nur heraus, weil er ihr glaubhaft versichern konnte schon vermählt zu sein.“ Leomir lachte vergnügt. „Des weiteren wurde Bernhelm mit der Erbin der schwerreichen Familie Pfundt von Pfundtern verlobt. Der alte gerbaldsmärker Stadtadel ist auch willig eine ansehnliche Mitgift zu bezahlen. Außerdem wurde die Verlobung zwischen Leodan und Lisberta von Scheuerlintz ausgehandelt. Die alte Scheuerlintz hat wohl ziemlich hart verhandelt, war dann aber doch bereit sich die Verbindung mit unserer Familie einiges kosten zu lassen.“

„Das sind sehr gute Neuigkeiten“, freute sich Yalagunde, „so kommen wir mit unsren Plänen doch gut voran.“

GG&P-Con 2012 Garetien-, Greifenfurt- und Perricum-Con 2012

Dieser Artikel verweist auf die Handlung des GG&P-Cons 2012.

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28. Ing 1035 BF
Zweifelfelser Zufriedenheit
Loblied auf Urion von Reiffenberg

Kapitel 6

Eine große Ehre
Autor: Bega